Il Treno

Experiment Geschwindigkeit, Lokhalle Göttingen, 2004

Deutsche Erstaufführung der Eisenbahn-Performance “Il Treno. Alla ricerca del silenzio perduto (Der Zug. Auf der Suche nach der verlorenen Stille)” von John Cage am 12. September 2004. Cages Il treno feierte 1978 in Bologna Premiere. 26 Jahre später führen Studierende der Universität der Künste Berlin und der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler unter der Leitung von Daniel Ott die Zug-Performance wieder auf.

Dieses Mal findet sie auf der alten Bahnstrecke zwischen Göttingen und Kassel im Rahmen des Festivals Experiment Geschwindigkeit statt. Nach Vorgaben des amerikanischen Komponisten und ergänzt durch neue Ideen und aktuelle Technik haben sie dafür einen Zug komplett umgebaut: Mikrophone und Lautsprecher übertragen Geräusche aus dem Triebwagen und von den Gleisen in die Abteile. Eine begehbare Camera Obscura ebenso wie aktuelle Videotechnik erfassen Blicke aus dem Fenster, die dann nach innen projiziert werden. Musiker begleiten die Klangkulisse, und Schauspieler stellen Begegnungen in Szenen nach. Der Zug wird zum Musikinstrument, der Fahrplan zur Partitur und die Fahrgäste wie die Anwohner der Bahnstrecke sind Teil der Performance. Wie bereits bei Cage hält der Zug an einigen Bahnhöfen der Strecke, wo Dorfbewohner die Reisenden mit Musikgruppen und kleinen Volksfesten empfangen.

Projektleitung und Performance von Josa
Video-Installationen und Performance von Sebastian

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